Cardajin-Brief 25.2.2017

An die Freunde der Gemeinschaft Josef Cardijn, 136. Brief

Botschaft der Königin des Friedens vom 25. Februar 2017:

„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf,
euren Glauben tief zu leben und den
Allerhöchsten zu bitten, dass Er ihn stärkt,
so dass Winde und Stürme ihn nicht brechen
können. Die Wurzeln eures Glaubens mögen
das Gebet und die Hoffnung in das ewige
Leben sein. Und schon jetzt, meine lieben
Kinder, arbeitet an euch in dieser Gnadenzeit,
in der Gott euch die Gnade gibt, dass ihr in
der Entsagung und dem Aufruf zur Umkehr
Menschen mit klarem und beständigem
Glauben und Hoffnung sein werdet.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“

Als ich vor Jahren noch in der Berufsschule und in der Höheren Lehranstalt unterrichtete, habe ich in den ersten Klassen eine Vergleichsmeditation gemacht.

Im Hintergrund gab es eine meditative Musik. Anonym schrieben die Schüler auf ein Blatt: „Mein Leben kommt mir vor wie…”

In sehr vielen Fällen kam die Antwort:
„Mein Leben kommt mir vor wie ein Weg.”

An den Weg in unserem Leben erinnerte mich der Satz aus der Monatsbotschaft der Königin des Friedens:
„Heute rufe ich euch auf, euren Glauben tief zu leben und den Allerhöchsten zu bitten, dass er ihn stärkt, so dass Winde und Stürme ihn nicht brechen können.“

Auf dem Weg unseres Lebens brechen so oft Winde und Stürme ein. Jeder von euch kann da gewiss viele Erlebnisse nennen.

Die Muttergottes sagt uns dazu:
„Bittet den Allerhöchsten, dass er euren Glauben stärkt.”

Die Wurzeln unseres Glaubens sollen das Gebet sein. Die Wurzeln werden ganz tief greifen, wenn wir mit dem Herzen beten und immer mehr Zeit für das Gebet finden.

Zeitfresser Massenmedien
Kommunikationswissenschaftler stellen fest, dass die Hauptinformationsquelle der Menschen von heute die Massenmedien sind (Fernsehen, Rundfunk, Presse und vor allem das Internet).

Die Statistik besagt, dass die Menschen etwa 80 bis 90 Prozent ihrer Informationen aus den Massenmedien beziehen.

Ich habe einmal eine Statistik aus Deutschland gefunden, in der Durchschnittswerte erfragt wurden, wie ein Mensch, der 70 Jahre alt wird, seine Zeit vertreibt, wie viel Zeit er für die Arbeit, den Weg zur Arbeit, die Freizeit aufbringt. Interessant daran war, dass so ein Durchschnittsbürger etwa 2 Jahre für die Konsumation von Massenmedien aufbringt. Im Vergleich waren es nur 14 Tage, die er für das Hören auf Gott und das Gebet aufwendet.

Schwester Elvira, die Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo, sagte bei einem Besuch in Kleinfrauenhaid: „Wenn wir etwas Wahres und Nützliches für andere aufbauen wollen, müssen wir zeigen, dass wir den Willen zum Beten haben.“

Gebet – Gespräch mit einem Freund
Jemand hat gesagt: Die Bibel ist die Geschichte der Liebe Gottes zu den Menschen. In diese Geschichte gehört wesentlich das Gebet. Für die heilige Theresia von Avila ist das Gebet das Gespräch mit einem Freund. Die Muttergottes sagt, dass es eine freudige Begegnung mit Gott ist.

Der Hauptgegenstand in der Schule Marias in Medjugorje ist das Gebet. Bereits am 12.6.1989 sagte sie: „So werdet ihr erkennen, warum ich so lange bei euch bin. Ich will euch beten lehren.“

Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, begegne ich immer wieder Leute beim Joggen oder Menschen die Nordic Walking betreiben. Ich bewundere Leute, die bei jedem Wind und Wetter etwas für ihre Gesundheit tun. Auch bin ich überzeugt, dass das regelmäßige Beten zur Gesundheit des Leibes und der Seele beitragen kann. Wer im Gebet Gott begegnet, lernt den Sinn seines Lebens besser zu verstehen.

Am Anfang ist das tägliche Beten etwas mühsam, wie es auch bei denen war, die sich entschlossen, zu joggen. Bald erleben sie das Gebet als Freude und Erholung. Wer betet, weiß: Gott braucht unsere Gebete nicht. Wir brauchen die Zeit des Gebetes, um reifer zur werden. So können wir wachsen und Gott näher kommen. Im Gebet kann uns Gott vieles sagen, was wir für unser Leben dringend brauchen. Dabei erfahren wir auch die Liebe Gottes. Wir spüren seine Hilfe und seine Gegenwart.
Nach einiger Zeit wird sich in uns etwas ändern. Wir erfahren, wie schön das Leben sein kann.
Ein Mensch, der nur hetzt, hat keine Zeit für die Freude.
Wer betet, nimmt sich eigentlich Zeit für das Leben!

Abschließend wieder unsere Termine:
Im März 2017 gibt es nur am Sonntag, den 26.03. einen Gebetskreis im KAJ-Zentrum.

In den vorigen Wochen werde ich meinen wohlverdienten Urlaub antreten.

Auf ein Wiedersehen und dass Dir Dein Gebet zur Freude wird
wünscht Dir

Ernst