Botschaft vom 25. Juli 2017

Die Botschaft vom Juli lautet: „Liebe Kinder! Seid  Gebet und Widerschein der Liebe  Gottes für all jene, die fern von Gott und Seinen Geboten sind. Liebe Kinder, seid treu und entschlossen in der Umkehr und arbeitet an euch, dass euch die Heiligkeit des Lebens Wahrheit sei und regt euch im Guten durch das Gebet an, so dass euer Leben auf Erden angenehmer sei. ImageDanke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.

Barmherzigkeit walten lassen, um zum Widerschein der Liebe Gottes zu werden

Maria wünscht sich, dass wir liebende Menschen werden. Das können wir umso leichter werden, indem wir uns von Gott geliebt wissen. Gott liebt jeden Menschen mit unermesslicher Liebe. Dich, mich, auch den, der böses tut. Er liebt nicht die Böse tat, aber er möchte uns allen sein Heil schenken. In der neuesten Botschaft vom 2. August, die während des Jugendfestivals gegeben wurde, sagt uns unsere Mutter, dass wir ein Herz haben sollen, das bereit ist, dem Nächsten zu vergeben. Sie nennt dies gleichsam als Bedingung für den eigenen Frieden. Nur so können wir zum Gebet für andere werden. Es braucht viele Gebete und Opfer für diejenigen, die auf einem schlechten Lebensweg wandeln; für die, die uns Leid zufügen. Wir müssen immer wieder vergeben lernen. So erkennt der Andere in uns Gott. Wenn uns jemand verletzt, weiß er/sie selbst oft nur zu gut, dass sein/ihr verhalten nicht in Ordnung war. Aber durch eine Barmherzige Haltung zeigen wir ihm/ihr Gott. Wir lassen etwas vom Wesen Gottes durchscheinen, wenn wir das Böse nicht nachtragen und versuchen, den/die andere/n zu verstehen. Auf diese Weise werden wir zu „Gebet und Widerschein“ der Liebe Gottes für all jene, die fern von Gott uns seinen Geboten sind.
Natürlich braucht es dafür unsere ständige Bekehrung. Wir müssen immer wieder umkehren, uns auf Gott hin ausrichten, – die Sakramente empfangen und auch für die eigene Heilung und Heiligung beten.
Ich war in der vergangenen Woche auf dem Jugendfestival und hatte sehr großen Groll gegenüber einen mir Vorgesetzten im Herzen, der mich lange Zeit sehr schlecht behandelt hat. Eine Ordensschwester, die ich gut kenne hat in dieser Angelgenheit mit mir gebetet. Wir haben gemeinsam um die Gnade des Vergebens gebetet. Und genau das meint die Gottesmutter, wenn sie sagt: „…regt euch im Guten durch das Gebet an, so dass euer Leben auf Erden angenehmer sei.“  Durch die Vergebung wird unser Leben wirklich angenehmer. Vergeben bedeutet, etwas „wegzugeben“, etwas, was die Beziehungen belastet. Man muss selbst frei werden von dem Groll, der uns lähmt und behindert. Wenn wir nicht vergeben sind wir wie Behinderte, die nicht frei sind, das zu tun, was Gott von uns will. Wir sind behindert, die Gnade zu empfangen und in der Liebe zu wandeln.

Exkurs zur Botschaft vom Jugendfestival

Ich finde die Botschaft vom 25. zum Gebet und die Botschaft vom 2. August zur Vergebung müssen gemeinsam gelesen werden.

Die Botschaft von der Vergebung im Wortlaut: „…, zu verstehen und Ihm zu danken, indem ihr Ihn liebt und immer von neuem dem Nächsten vergebt. Denn meinen Sohn zu lieben bedeutet zu vergeben. Meinen Sohn liebt man nicht, wenn man dem Nächsten nicht vergeben kann, wenn man nicht versucht, den Nächsten zu begreifen, wenn man richtet. Meine Kinder, wozu das Gebet, wenn ihr nicht liebt und nicht vergebt?“

 Es gehört schon ein Stück Heiligkeit dazu, anderen in schweren Angelegenheiten das erlittene Unrecht zu verzeihen, aber Gott wünscht das schon durch Jesus im Vater Unser- Gebet von uns: „vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsere Schuldigern“.
Maria ruft am 2. August genau dazu auf und auch in der heute betrachteten Botschaft blickt dieses Thema durch. Warum erwähnt Maria das Vergeben? Es steht doch eh in der Bibel im Vaterunser…
Sie erinnert uns daran, weil viele es vergessen haben. Auch viele Formen der Psychotherapie zielen darauf ab, sich das erlittene Unrecht groß vor Augen zu halten und einen Weg der Befreiung vom Andere zu gehen. Das ist nicht immer der Weg, den Jesus uns vorgezeigt hat. Er zeigt ein hohes Ideal vor, indem er sich denen ausliefert, die ihn kreuzigen. Er wollte auch sie retten, deshalb hat er sich ihnen nicht mit seiner Barmherzigkeit entzogen. Und ähnlich, in weit abgeschwächter Form sollen auch wir uns unseren Nächsten, die  uns oft das Leben schwer machen, verhalten. Natürlich hängt das von der Materie ab, mit der wir konfrontiert sind, aber das Ideal, dass uns der Menschensohn vorgelebt hat ist einzigartig. Jesus wurde durch sein Verhalten zum Gebet für alle, auch die, die ihn hassten.
Damit wir Menschen der Barmherzigkeit werden, in denen die Anderen etwas von Gott erkennen können, betet euer/ihr Andreas