Botschaft vom 25.10.2016

Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf: Betet für den Frieden! Lasst die Selbstsucht und lebt die Botschaften, die ich euch gebe. Ohne sie könnt ihr euer Leben nicht verändern. Das Gebet lebend, werdet ihr Frieden haben. Im Frieden lebend, werdet ihr das Bedürfnis verspüren, Zeugnis abzulegen, denn ihr werdet Gott entdecken, den ihr jetzt als fern empfindet. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet, und erlaubt Gott, dass Er in eure Herzen eintritt. Kehrt zum Fasten und zur Beichte zurück, damit ihr das Böse in euch und um euch besiegt. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!
 –
Die Muttergottes lädt uns ein, wieder für den Frieden zu beten. Angesichts der erschreckenden Ereignisse rund um Selbstmordattentate und Terrorismus, die zu einer richtigen Bedrohung geworden sind, erinnert uns die Gospa wieder daran, dass der Friede keine Selbstverständlichkeit ist. Wir müssen uns für ihn einsetzen, ihn aber als Erstes von Gott erbitten im Gebet. Der Friede ist ein Geschenk. Er kann nur von Gott gegeben werden, ist er immerhin ein Anteil seines Wesens.
Umso tragischer ist es, wenn Menschen behaupten, sie würden im Namen Gottes Gewalt anwenden. Gewalt und Hass, Mord und Tötung sind aber keine Eigenschaften, die man auf Gott beziehen sollte.Gott ist die Liebe und niemand darf sich  zum Herrn über Leben und Tod machen. Dieses aggresive und strengstens zu verurteilende Verhalten dass in heutiger Zeit verstärkt auftritt, kann und darf man einfach nicht auf Gott beziehen. Das wäre eine Pervertierung seines Wesens, die nur jemanden einfallen, der von Gott gar nichts weiß oder jemanden, der die Liebe Gottes noch nicht kennengelernt hat.
 –
Und genau das ist der zweite Punkt der Botschaft: „Lasst die Selbstsucht und lebt die Botschaften“. Die Muttergottes will nicht dass wir zu Egoisten werden, die das Gute im Nächsten nicht mehr erkennen können. Sie spricht uns tröstende Worte in den Botschaften zu, sie spricht zu uns von der Liebe Gottes, mitten in einer dem Anschein nach erkalteten Welt. Wir brauchen ihre Worte gerade jetzt und heute. Die Menschen müssen sich bekehren. Maria lädt uns ein zu beichten, die Bibel zu lesen, uns auf Gott auszurichten. Wir sollen beten, für die Liebe Gottes empfänglich sein und dadurch zu seinen(Gottes) Zeugen in der Welt werden. Wie uns Jesus in der Bergpredigt schon anleitet, ist nur die Liebe eine hinreichende Antwort auf den Hass, der sich in unserer Welt manifestiert hat. Die Liebe ist das Gegenmittel, mit dem wir die Herzen der Anderen, die oft erkaltet sind, erweichen können. Es ist schwer zu lieben, wenn man nie geliebt worden ist. Deshalb lädt uns die Muttergottes immer wieder dazu ein, für diejenigen zu beten, die die Liebe Gottes noch nicht kennen gelernt haben. Wenn wir zu beten beginnen, werden wir den Frieden immer mehr in uns tragen und können ihn so zu den Anderen bringen. Der Friede ist immer ein Geschenk Gottes. Wenn wir Gottverbunden leben, erhalten wir Anteil an seinem Frieden. Und nur der Friede des Allmächtigen kann die Welt verändern. Jesus sagt uns: „Meinen Frieden hinterlasse ich euch… nicht einen Frieden, wie ihn die Welt kennt gebe ich euch….“ Der Friede, der uns im Glauben begegnet ist Anteil am Wesen Gottes, Anteil an ihm selbst. Und dieser Friede macht uns wirklich glücklich, weil er nicht im Wirbel der Sinne verlorengeht. Es ist kein Friede, wie ihn die Welt durch ihre vielfachen (Wellness)-Angebote zu geben versucht. Maria spricht vom wahren Herzensfrieden, den uns Gott schenken möchte. Er will ihn allen schenken. Wir sollten daher nicht an den falschen Orten nach dem wahren und einzigen Frieden suchen.
 –
Dazu müssen wir auch das Sakrament der Beichte in Anspruch nehmen. Oft sind wir durch Hass, Egoismus, Zorn, Neid (alles Eigenschaften, die dem Wesen Gottes entgegenwirken und von einem anderen Geist, einem Ungeist kommen) verwundet oder haben andere damit getroffen. Es ist nötig, uns zu versöhnen, unsere Unzulänglichkeiten vor Gott zu bekennen, damit wir davon befreit werden und sein heiliger Geist uns reinigen kann. Gott selbst ist der, der ohne Sünde ist. Gott hat als einziger das Recht, die Sünder anzuklagen, weil er anders ist. Aber er klagt uns nicht ant. Er nimmt die Schuld von uns, ja er stirbt am Kreuz, weil er dies alles sühnt. Wir hätten alle Strafe verdient, weil wir zur Sünde neigen und das meistens Konsequenzen in unserem Leben hat. Gott hätte das nicht. Er hat nie auch nur eine einzige Handlung begangen, die nach Sühne rufen würde. Er sündigt nicht. Sein Wesen ist Liebe. Und nur so kann er Gerechtigkeit üben. Wir sollten sühnen, doch er bringt das einzige Opfer, das zu sühnen in der Lage ist- aber für die ganze Welt. Weil er die Liebe ist, macht er alles wieder gut, was wir gegen die Liebe getan haben. Wir sollten im kleinen Sühne leisten, aber Gott macht das im Großen, weil er Gott ist. Er entsühnt uns praktisch alle mit seiner immerwährenden Liebe, die keine Flecken der Sünde kennt und vollzieht dies auf Golgotha, den Ort, an dem sein Menschsein ein Ende hätte nehmen sollen. Er liebt die Menschen so sehr, dass er kein Opfer scheut, das Heil der Juden für alle zugänglich zu machen. Er nimmt es in Kauf, zu sterben, damit wir in der Folge Anteil an seiner Liebe haben. Eine Liebe, die uns wiederum rechtfertigt in unserer Schuld. Ohne dieses Ereignis wüßten wir nichts von der Liebe Gottes und würden ihre heilende Wirkung nicht durch die Priester im Sakrament der Beichte geschenkt bekommen.
 –
Der Friede ist bedroht.
Was können aber wir tun? Wir können Fasten. Fasten in der Sünde, fasten im Zorn, im Hass, Fasten im Bösen. Wir können auch körperlich fasten. Pater Slavko hat ein gutes Buch über das Fasten geschrieben. Ich muss ehrlich sagen, die Enthaltung von Speisen fällt mir am schwersten. Aber das Buch ist eine Anleitung, wie die Fastenpraxis vernüftig umgesetzt werden kann. Jede Übertreibung wäre schlecht, aber viele, die in Medugorje fasten gelernt haben, berichten von dessen positiver Wirkung auf Geist, Seele und Spiritualität. Aber vor allem sollen wir in den Dingen fasten, die uns zum Bösen ermutigen. Vielleicht etwas weniger Fernsehschauen – die meisten Filme und Sendungen verherrlichen sowiso nur die Gewalt oder transportieren unter vielem anderen unsittliche Inhalte. Man muss im Leben auch manchmal eine Auswahl treffen und sich vor Berieselungen schützen, die uns negativ beeinflussen. Man kann auch Fasten in Speise und Trank, aber wir haben so viel mehr Möglichkeiten, Opfer zu bringen, die uns letztendlich dem Frieden Gottes näherbringen.  Ignatius von Loyola sagt, dass der Mensch dazu geschaffen ist, Gott zu loben, ihm Ehre zu erweisen und ihm zu dienen. Alles übrige in der Welt ist auf den Menschen hin geschaffen, eben um dazu zu kommen, Gott zu verherrlichen und zu lieben. Früher war der Advent eine kleine Fastenzeit, die uns auf Weihnachten vorbereitet hat. Vielleicht gelingt es auch uns, eine Gute Auswahl zu treffen und uns wieder auf Gott hin neu auszurichten durch den einen oder anderen kleinen Verzicht.
Maria wird sicherlich für uns Fürsprache einlegen, damit wir in dieser Zeit zum Frieden finden. Dafür werde auch ich beten.
 –
 –
 –
(Andreas Gold)